Critical Mass am Samstag 06.05.17

Unsere Pressemitteilung vom 04.05.17:

06.05.: „Rosenheim in Bewegung“? Ja, aber anders: gemeinsame Radtour durch die Stadt

Critical Mass am Samstag

Rosenheim. Anlässlich der Aktion „Rosenheim in Bewegung“ (früher: „Rosenheimer Autosalon“) findet am kommenden Samstag 06.05.17 wieder eine Critical Mass in Rosenheim statt. Nach einer dreijähriger Pause wollen die Radler wieder, durch eine gemeinsame Fahrrad-Tour in der Stadt, auf dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel aufmerksam machen.

Die „etwas andere“ Radtour unter dem Motto „wir blockieren nicht den Verkehr – wir sind der Verkehr“ startet am Samstag pünktlich um 11:55 Uhr (fünf vor zwölf) am Rosenheimer Ludwigsplatz. Die Teilnehmenden sollten sich, laut einer Ankündigung aber „schon ab 11.30 Uhr am Ludwigsplatz einfinden, damit wir pünktlich starten können“.

Bei der „Critical Mass“ fahren Radfahrer und Radfahrerinnen gemeinsam in großen Gruppen, angestrebt sind „Massen“. Als solcher „Verband“ haben sie Rechte im Straßenverkehr, die über die Rechte für einzelne RadfahrerInnen hinausgehen. So lässt sich relativ stressfrei am Innenstadtverkehr teilnehmen, für manche RadlerInnen eine ganz neue Erfahrung – und eine Vision, wie Rosenheim zukünftig für Räder befahrbar sein soll: sicher, gleichberechtigt, entschleunigt.

„Critical Mass“ ist eine international durchgeführte Aktionsform, bei der das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel im Mittelpunkt steht. Es werden gemeinsame Radtouren in der Stadt durchgeführt und so öffentlich demonstriert, dass das Fahrrad ein wichtiges und mit dem Auto gleichberechtigtes Verkehrsmittel ist. 16 oder mehr RadfahrerInnen dürfen nach der Straßenverkehrsordnung als geschlossener Verband fahren. Das Motto ist dabei: “Wir blockieren nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr!”

Die erste “Critical Mass“ startete im September 1992 in San Francisco. Seitdem treffen sich Radfahrer weltweit zu gemeinsamen Fahrten durch die Städte. Die wohl größte „Critical Mass“ fand 2008 in Budapest statt, als ca. 80 000 Menschen durch die ungarische Hauptstadt radelten. Von Stadt zu Stadt gibt es verschiedene Umgangsweisen mit Verkehrsregeln, Autos und der Polizei. Gemeinsam haben alle, dass es keinen Verantwortlichen sowie keine zentrale Organisation gibt. In dem Selbstverständnis der Radler_innen heißt es: „Critical-Mass-Fahrten sind in erster Linie eine Feier und eine Einforderung auf das Recht, sich sicher im Verkehr zu bewegen. Es geht nicht darum, anderen Verkehrsteilnehmern das Recht auf die Teilnahme am Straßenverkehr zu verweigern“, sondern dem Radfahrer den gebührenden Platz, wie ihn schon die Straßenverkehrsordnung festschreibt, zu sichern (§ 27 Abs. 1 StVO).

Auf einem Flugblatt für die Critical Mass in Rosenheim wurde formuliert: „Verkehr beschränkt sich nicht nur auf das Auto, auch Fußgänger_innen und Radfahrer_innen sind Verkehr. Aber allzu oft werden wir an den Straßenrand gedrängt. […] Im Zeitalter der Klimakrise muss das Rad nicht neu erfunden werden. Es muss viel mehr als wichtiges Verkehrsmittel ernst genommen werden. Deshalb wollen wir für uns Nichtmotorisierte einen gebührenden Platz im Straßenverkehr beanspruchen. Denn Straßen sind ein öffentlicher Raum, für alle.“

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: https://critical-mass.rosenheim.tk/

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